Geschichte

Alles begann mit dem Konzessionsansuchen des Apothekenprovisors Mag. pharm. Heinrich Steiner für den Betrieb einer Apotheke in Kaisermühlen, das am 3. August 1907 in der Wiener Zeitung veröffentlicht wurde. Kaisermühlen gehörte damals noch zum 2. Wiener Gemeindebezirk.

Die Konzession wurde am 30. März 1908 erteilt, sodass Heinrich Steiner die Apotheke am 1. Oktober 1908 im Haus Schüttaustraße 54 eröffnen konnte. Überlieferungen zufolge befand sich zuvor in dem damals noch einstöckigen Gebäude eine Gemischtwarenhandlung.

Damit zählt die St. Hubertus Apotheke zu den ältesten Apotheken des heutigen 22. Bezirks.


Bereits 1910 verstarb Heinrich Steiner nach nur zweijähriger Tätigkeit. Seine Witwe verpachtete die Apotheke, die schließlich 1918 von Mag. pharm. Max Danzer übernommen wurde.
Im Jahr 1938 ging die Apotheke an Mag. pharm. Werner Kutschera über, der sie bis 1975 führte.
Anschließend leitete seine Tochter Erika Kutschera den Betrieb bis 1984.
Eine neue Ära begann 1984: Margaretha Hoppe übernahm nach 20 Dienstjahren die Apotheke und führte sie gemeinsam mit Mag. pharm. Walter Weninger in einer Kommanditgesellschaft.

Walter Weninger war bereits seit 1965 in der St. Hubertus Apotheke tätig. Margaretha Hoppe hatte hier einst ihre Lehre absolviert und wurde über viele Jahrzehnte zur guten Seele der Apotheke. Sie war stets die Erste, die kam, und die Letzte, die ging. In Kaisermühlen war sie – ebenso wie die
Apotheke selbst – eine echte Institution.

Modernisierungsoffensive

1998 wurde die Apotheke umfassend renoviert, erweitert und modernisiert. Die historischen Apothekenschränke wurden sorgfältig restauriert und prägen bis heute den unverwechselbaren Charakter der Apotheke. Zahlreiche Originalstücke sind erhalten geblieben, darunter die alte
Apothekerwaage und die kunstvollen Apothekengefäße. Lediglich der Hirsch an der Hausfassade – als Anspielung auf den heiligen Hubertus – sowie die historische Apothekenuhr sind leider nicht mehr erhalten.


Mit den Veränderungen im Grätzel entwickelte sich auch das Angebot der Apotheke weiter. Durch den Zuzug vieler junger Familien sowie internationaler Fachkräfte wandelte sich Kaisermühlen vom ehemaligen Arbeitervorort zu einem lebendigen und vielfältigen Stadtteil.

Die St. Hubertus Apotheke begegnete dieser Entwicklung mit neuen Serviceleistungen und einem erweiterten Beratungsangebot.


Im Jahr 2026 durfte ich, Mag. pharm. Andreas Vallant, die St. Hubertus Apotheke übernehmen. Es erfüllt mich mit großer Freude und Demut, dieses traditionsreiche Unternehmen in die Zukunft führen zu dürfen und gleichzeitig seine lange Geschichte und seine Werte zu bewahren.